Kopieren des Personalausweises unzulässig

Viele Unternehmen verlangen von Ihren Kunden eine Kopie des Personalsausweises oder scannen diese ein - das Verwaltungsgericht Hannover bestätigte, dass dies unzulässig ist!

Ein niedersächsischer Logistikdienstleister scannte die Personalsausweise der Fahrern der dort anfahrenden Speditionen ein, um die Identität der Fahrer sicherzustellen. Diese Praxis kritisierte der niedersächsische Datenschutzbeauftragte, der nun vom Verwaltungsgericht in seiner Auffassung bestätigt wurde.

Der Personalausweis sei ein Identifizierungsmittel, das der Inhaber vorlegen und sich so ausweisen könne. Das unbeschränkte Erfassen der Daten, die sich auf dem Personalausweis befinden, gehe aber über das Interesse der Spedition hinaus, wenn der Personlausweis eingescannt werde. Durch das Verbot soll der Ausweisinhaber vor dem Missbracuh seiner Daten geschützt werden, der drohe, wenn erst einmal eine Datei mit den gescannten Daten angelegt sei.


Auch wenn es natürlich bequem für alle Unternehmen ist, eine Kopie des Ausweises zu verlangen - es gilt, diesen vor Ort in Augenscheinzu nehmen und notfalls alle erforderlichen Daten auf die gute alte Art und Weise abzuschreiben. Einzige Ausnahme: Banken dürfen weiterhin eine Kopie fordern.

Verwaltungsgericht Hannover, Aktenzeichen: 10 A 5342/11

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